Similaun

Erstellt am: 23.11.2011
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Tourentyp:   Hochtour
Tourenlänge:   4 Tage
Schwierigkeit:     leicht
Karte:   AV-Karte 30/2 Ötztaler Alpen Weißkugel
Region:   Ötztaler Alpen
Hütten:   Similaunhütte 3019 m, Hochjoch Hospiz 2412 m
Gipfel:  Similaun 3606 m

Tourenplaner:   Tscharly
Teilnehmer:  Ully, Franz, Gerti, Christa,
Tourentermin:     26. bis 29. August 2011
Besonderheiten:  Leichter 3000er




Wir: Gerti Christa und ich, kommen von einer Hüttenwanderung "Lechtaler Hüttentour für Fortgeschrittene". Gerti hatte auf dieser Tour Probleme mit ihren Schuhen. In Imst kaufen wir neue Wanderschuhe. Die alten haben ausgedient. Das Wetter in Imst ist noch gut, in den Lechtalern war Hitze ohne Ende, also gibt´s ein Eis für alle. Danach fahren wir nach Vent in die Ötztaler Alpen. Hier regnet es und das Wetter ist bescheiden. Wir treffen uns hier wieder mit Franz und Ully, die waren die erste Hälfte in den Lechtalern auch dabei. Der Franz musste dann aber heim um sich für diese Tour hier zu schonen. Das ist seine Strategie, das ganze Jahr schonen und dann einen 3000er gehen. Wir wollen morgen zur Similaunhütte aufsteigen und übermorgen auf den Similaun. Schaumermal was das Wetter macht und ob das "Schonen" was geholfen hat.

Zustieg zur Similaunhütte



Wie vereinbart treffen wir uns abends in Vent. Ully hat uns ein Zimmer reservier. Wir machen eine Talübernachtung in Vent 1900 m. Genau wie 2008, da haben wir bei unserer Alpenüberquerung "Garmisch - Gardasee" auch in Vent übernachtet. Sogar die gleiche Unterkunft, das Gästehaus Edelweiß, hat Ully gebucht.

Am nächsten Morgen haben wir keine große Eile. Erstens ist das Wetter nicht so toll, zweitens wollen wir heute nur zur Similaunhütte aufsteigen. Erst um 9.00 Uhr brechen wir auf. Richtung Martin-Busch-Hütte verlassen wir Vent. Auf halber Strecke beginnt es zu regnen. Sogar die Schafe stellen sich unter. Wir sind aber keine Schafe, wir wandern weiter, der Hütte entgegen. Die Martin-Busch-Hütte 2501 m erreichen wir gegen 11.30 Uhr. Wir suchen uns ein warmes Plätzchen in der Hütte und hängen unsere Klamotten in den Trockenraum. Wir haben keine Eile. Das Stück zur Similaunhütte schaffen wir heute schon noch. Vielleicht wird das Wetter ja besser. Erst um 14.45 Uhr brechen wir wieder auf. Das Wetter hat sich geändert. Aus dem Regen ist Schnee geworden.

Das ist sogar besser, da wird man nicht so nass. Je weiter wir rauf kommen desto mehr Wolkenlücken zeigen sich. Schließlich hört es auf zu schneien. Als wir um 16.40 Uhr auf der Similaunhütte 3019 m ankommen ist der Blick nach Süden runter zum Vernagtstausee frei. Auch der Similaun ist zu sehen. Es ziehen zwar noch Wolkenfetzen herum, aber das Wetter wird langsam besser. Wenn der Wetterbericht recht behält bekommen wir morgen wieder einen tollen Tag. Momentan siehts danach aus.




Zum Similaun und zur "Eismann Fundstelle"



Um 6.40 Uhr sind wir abmarschbereit. Nicht weil´s zum Similaun so weit ist. Aber wir wollen danach noch weiter. Das Wetter ist, wie versprochen, prima. Zuerst gehts über Steine zum Gletscherrand. Hier seilen wir an, man weiß ja nie. Zuerst flach dann etwas steiler steigen wir auf. Weiter oben müssen wir sogar zwei offene Spalten umgehen und überqueren. Danach erreichen wir bald den Gipfelaufbau. Der Weg führt in steinigem Gelände weiter nach oben. Eine Seilschaft ist weiter links in der steilen Firnflanke unterwegs. Doch das sind keine Profis. Bald queren sie nach rechts in die Felsen aus. Nach dem Aufstieg in den Felsen kommt ein nicht sehr schneidiger Firngrat. Der führt uns zum Gipfel des Similaun 3606 m. Hier kommen wir etwa um 8.45 Uhr an. Wir haben also 2 Stunden für den Aufstieg gebraucht.

Firngrat zum Gipfel, im Hintergrund der Marzellkamm



Similaun 3606 m





Gegen 10.45 Uhr sind wir wieder auf der Similaunhütte. Früh genug um erst mal Pause zu machen. Kurz nach 12.00 Uhr ziehen wir weiter. Rauf zum Tiesenjoch 3210 m, hier ist die "Eismann Fundstelle". Die Österreicher sagen "Ötzi" zu ihm. Die Italiener "Mann vom Similaun". Egal, hier wurde "ER" gefunden. Bergwandern war schon damals nicht gesund.

Nach ein paar Fotos und einer sonnigen Rast steigen wir weiter auf ins Hauslabjoch 3279 m. Hier seilen wir wieder an. Der Abstieg führt uns über den Gletscher. Wir steuern auf den Verbindungsweg zwischen Saykogel und Hohjoch Hospiz zu. Bei etwa 3000 m verlassen wir den Gletscher und krabbeln auf die Randmoräne. Auf der steigen wir relativ unwegsam ab. Erst weiter unten wird der Weg wieder komoder. Wir müssen noch durch eine Senke. Zur Hochjoch Hospitz Hütte 2412 haben wir noch mal 100 Hm Gegenanstieg. Um 17.45 Uhr kommen wir hier an.


Abstieg



Heute steigen wir nur noch ab. In den Rofenhöfen 2014 m kehren wir noch mal ein. Danach steigen wir nach Vent 1900 m ab. Hier beenden wir unsere Tour. Der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint. Bis auf einen Regentag schien immer die Sonne. In den Lechtalern war es fast zu heiß. Für den Similaun war es ideal. Ich hoffe der Ully und auch dem Franz hat die Tour gefallen.