Rino Pisetta

Erstellt am: 08.08.2005
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Kurzbeschreibung
Tourentyp:   Klettersteige
Tourenlänge:   3 Stunden + Zustieg 3/4h
Schwierigkeit:     extrem schwierig
Karte:   Kompass Nr. 071
Region:   Sarche nördlich vom Gardasee
Hütten:   Riva am Gardasee 65 m
Gipfel:  Monte Garzole 971 m

Tourenplaner:   Tscharly
Teilnehmer:  Birgit, Christa
Tourentermin:     Juli 2005
Besonderheiten:  hier muss man schon hinlangen




Kurzbeschreibung

Ein knackiger Klettersteig nördlich vom Gardasee. Im Klettersteigatlas vom HÜSLER ist er mit extrem schwierig bewertet, das kann auch gut stimmen. Ich persönlich bin noch keinen schwereren gegangen. Der Klettersteig ist in vielen Pasagen senkrecht und es ist nirgens ein künstlicher Tritt angebracht. Etwas Kletterkönnen oder Armkraft ist deshalb schon von Vorteil. Klettersteigneulingen ist abzuraten.


Tourenbericht



Eigentlich wollten wir ja in die Schweiz und das Zinalrothorn besteigen. Doch das Wetter spielte nicht mit. So ist die Restmannschaft kurzentschlossen zum Gardasee gefahren, denn hier geht fast immer was. Gleich am Anfahrtstag halten wir um 10.00 Uhr morgens in Sarche (nördlich vom Gardasee), um den Rino Pisetta - Klettersteig zu machen. Doch zuerst wird gefrühstückt und Proviant für den Tag gekauft. Um ca. 11.00 Uhr starten wir. Bei der Autowerkstatt, die Richtung Trento liegt, geht es los. Wir müssen etwa 45 Minuten auf einem markierten Pfad aufsteigen um zum Einstieg zu kommen. Hier wird der Klettergurt angelegt. Auf den Helm sollte man nicht verzichten da der Klettersteig sehr senkrecht verläuft. Auch Klettersteighandschuhe sind anzuraten.

Schon der Einstieg ist ziemlich senkrecht, wie man links sehen kann. Nach etwa 15 Minuten kommt eine Abzweigung nach rechts, die sollte man auch benutzen wenn man bis hierhin schon Probleme hatte. Die Einstiegswand ist zwar schwer, es wird nach oben aber nicht unbedingt leichter. Da immer wieder schwere senkrechte Passagen oder relativ trittlose Querungen kommen. Erst im oberen Viertel nehmen die Schwierigkeiten bedeutend ab. Wie schon gesagt, hat man keine Kletterkenntnisse, braucht man viel Armkraft und ein bisschen Kondition.

In einer senkrechten Stelle rutscht Christa weg und verletzt sich am Bein. Trotzdem klettert sie munter weiter. Es sind noch einige senkrechte Risse und steile Aufschwünge zu durchklettern. Wer Zeit und Lust hat, hat einen tollen Ausblick zum Lago di Toblino oder Richtung Gardasee. Auf halber Höhe mündet eine Kletterroute in den Klettersteig. Hier sichert gerade ein Kletterer seine Seilpartnerin nach. Nach kurzer Zeit ist sie oben. Für die Kletterer ist hier die Tour zu Ende. Sie packen ihr Seil ein und laufen ohne weiter zu sichern an uns vorbei. Wir sind froh um unser Klettersteigset. Denn auch im oberen Bereich sind noch einige senkrechte Wandteile.

Im oberen Viertel geht es eher gemütlich Richtung Gipfel. Zum Schluss kommt noch ein kleiner Grat bevor man oben ist. Auf einer gemütlichen Bank machen wir Brotzeit bevor wir nach Ranzo absteigen. Hier suchen wir ein Wirtshaus. Das machte aber um 15.00 Uhr zu. Wir sind 5 Minuten zu spät dran. Wir setzen uns auf eine Bank vor dem Wirtshaus und ich beginne zu jammern. Nach etwa 5 Minuten hört die Wirtin das Klagen und bringt uns trotzdem ein Bier. Die Tour ist gerettet und wir steigen gestärkt nach Sarche ab.

In Riva suchen wir eine uns bekannte Unterkunft (Villa Regina) auf und bleiben noch ein paar Tage zum Klettern und Wandern am Gardasee.

Es muss nicht immer ein Viertausender sein




NOCH EIN PAAR BILDER